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Il Traditore - Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 132 Min | Kinostart: 13.08.2020 | ©  Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG | Drama
 

Originaltitel: Il traditore

  |  Mit: Pierfrancesco Favino, Maria Fernanda Cândido
 
Il Traditore - Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra startet am 13.08.2020 im Kino
 
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Die Story zu Il Traditore - Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra Trailer:
In den frühen 1980ern erreichen die Machtkämpfe zwischen den Paten dersizilianischen Mafia ihren Höhepunkt. Tommaso Buscetta, angesehenesMitglied der Cosa Nostra, hat sich nach Brasilien abgesetzt. Derweilen wütenin seiner Heimat die Fehden zwischen den Clans. Man begleicht offeneRechnungen und Buscettas Vertraute werden einer nach dem anderenumgebracht. Als er verhaftet und nach Italien ausgeliefert wird, trifft Buscettaeine Entscheidung, die die Mafia erschüttert: Vor dem Richter Falconebricht er sein der Cosa Nostra gegenüber geleistetes Schweigegelübde.

Schauspieler:
Pierfrancesco Favino, Maria Fernanda Cândido, Fabrizio Ferracane, Fausto Russo Alesi, Luigi Lo Cascio, Bruno Cariello, Giovanni Calcagno, Rosario Palazzolo, Nicola Calì, Vincenzo Pirrotta, Pier Giorgio Bellocchio, Michelangelo Cicirello, Gabriele Cicirello, Paride Cicirello, Goffredo Maria Bruno, Ludovico Caldarera, Alessio Praticò, Bebo Storti, Federica Butera, Alberto Gottuso, Pippo Di Marca, Ada Nisticò, Matteo Contino, Aurora Peres, Simona Distefano, Elia Schilton, Maria Amato, Nunzia Lo Presti, Edoardo Strano, Jonas Bloch, Nicola Siri, Rainer Cadete, Luciano Quirino, Antonio Orlando, Giovanni Crozza, Tatu La Vecchia, Marco Gambino, Gabriele Arena, Claudio Collovà, Rosaria Costa Schifani, Tommaso Buscetta

Regie:
Marco Bellocchio, Alberto Mangiante, Anna Belluccio

Produktion:
Simone Gattoni

Drehbuch:
Francesco Piccolo, Marco Bellocchio, Marco Bellocchio, Ludovica Rampoldi, Valia Santella, Francesco La Licata

Hintergrund:
Marco Bellocchio, einer der vielseitigsten italienischen Regisseure, hat das europäische Kino entscheidend mitgeprägt. Sein mehrfach ausgezeichneter neuer Spielfilm IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA beruht auf der wahren Geschichte der schillernden Persönlichkeit des Tommaso Buscetta. Er steht in der Tradition großer Kinoepen wie „Der Pate“ und ist fern jeder Mafia-Glorifizierung. Kraftvoll, virtuos, packend: IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA ist ein Film, der unter die Haut geht.

Filmmusik:
Nicola Piovani, Sergio Basili, Francesco Tumminello, Evandro Lima, Lilio Rosato, Gaetano Carito, Adriano Di Lorenzo

Offizielle Websites:
- Film Website

Rollen:
Pierfrancesco FavinoTommaso Buscetta
Maria Fernanda CândidoMaria Cristina de Almeida
Fabrizio FerracanePippo Calò
Fausto Russo AlesiGiovanni Falcone
Luigi Lo CascioSalvatore Contorno
Bruno CarielloAlfonso Giordano
Giovanni CalcagnoTano Badalamenti
Rosario PalazzoloGiovanni De Gennaro
Nicola CalìTotò Riina
Vincenzo PirrottaLuciano Liggio
Pier Giorgio BellocchioCesare
Gabriele CicirelloBenedetto Buscetta
Paride CicirelloAntonio Buscetta
Goffredo Maria BrunoStefano Bontate
Ludovico CaldareraSalvatore Cancemi
Alessio PraticòScarpuzzedda
Bebo StortiFranco Coppi
Federica ButeraSilvana Buscetta
Alberto GottusoGiuseppe Inzerillo
Pippo Di MarcaGiulio Andreotti
Ada NisticòAlessandra Buscetta
Aurora PeresBontade's Wife
Elia SchiltonTV Journalist
Maria AmatoMelchiorra Buscetta
Nunzia Lo PrestiRiina's Wife
Antonio OrlandoMichele
Giovanni CrozzaTommaso Buscetta (18 Years)
Tatu La VecchiaBrother Giacinto
Marco GambinoProcuratore Generale Pajno
Gabriele ArenaDomeniddio's Lawyer
Claudio CollovàLawyer Li Gotti
Rosaria Costa SchifaniHerself (archive footage)
Tommaso BuscettaHimself (archive footage)
 

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Autor: Jochen Becker | Gesprächswert: 90%

ANMERKUNGEN DES REGISSEURS: IL TRADITORE („Der Verräter“) ist mehr die Geschichte von Tommaso Buscetta als die der Cosa Nostra. Tommaso Buscetta ist ein unsteter Mensch und ständig in Bewegung, was sich in seinem Leben und seinen persönlichen Beziehungen widerspiegelt. Er ist ein außergewöhnlicher Mann, intelligent, charmant, entschlossen, mit der Ausstrahlung einer natürlichen Autorität. Ein Mafioso, der nicht nur loyal hinter der Cosa Nostra steht, sondern auch seinen eigenen Prinzipien folgt und keine Angst davor hat, sich mit den Mächtigen anzulegen. Von Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre sieht er sich mit der zunehmenden Macht der Corleonesi konfrontiert, an deren Spitze der brutale Totò Riina steht. Die Mitglieder dieser neuen Gruppierung missachten die grundlegenden Prinzipien der Cosa Nostra und kennen keine Gnade: Sie töten Frauen und Kinder und eliminieren alles, was sich ihnen in den Weg stellt. In diesem Umfeld ist kein Platz für Tommaso Buscetta. Als er 1982 mit seiner geliebten Frau und den Kindern nach Rio de Janeiro geht, will er mit der Mafia brechen. Aber die Mafia einfach verlassen – so etwas gibt es nicht: Er wird von der Organisation gejagt. Die brasilianische Polizei kommt ihnen jedoch zuvor und liefert Buscetta an Italien aus.

Buscetta schlägt der italienischen Justiz einen Deal vor: Er kooperiert bei der Bekämpfung der Mafia und erhält im Gegenzug Garantien, die seinen persönlichen Schutz und sein Überleben sichern. Bald wird er mit dem außergewöhnlichen Richter Giovanni Falcone konfrontiert, der sich durch Unbeugsamkeit und Hartnäckigkeit auszeichnet. Mit ihm wird das ganze Ausmaß der organisierten Kriminalität transparent, unzählige Morde, Schießereien, Erpressungen etc. All diese Verbrechen gehören eindeutig zu Buscettas Lebenslauf, und darum bleibt er ein großes Mysterium der Cosa Nostra: Niemand weiß ganz genau, weshalb er kooperiert. Er scheint getrieben von Rache und dem Wunsch, eine Mafia zu bekämpfen, die nicht mehr im Einklang mit seinen Werten ist. Für die Anhänger der Mafia ist Buscetta ein Verräter, der zum Feind übergelaufen ist. Er selbst sieht das anders.

In seinen Geständnissen betont er immer wieder, dass es zwischen „seiner“ Mafia und den Corleonesi eine tiefe Kluft gibt. Er will der „wahren Cosa Nostra“ auf seine Art Gerechtigkeit angedeihen lassen. In seiner Darstellung gibt es nur einen Verräter: Totò Riina.

Verrat ist ein immer wiederkehrendes Thema im Film, das zum Nachdenken über Veränderung und Umkehr inspiriert: Inwieweit kann sich die innere Haltung ändern? Kann ein Mensch sich wahrhaftig und grundlegend im Lauf seines Lebens verändern, oder bleibt das immer bloß ein Vorwand? Ist Veränderung eine Art zu heilen, zu bereuen? Ist Buscetta, der die Bezeichnung „Informant“ zeitlebens von sich gewiesen hat, diesen Weg der Heilung und Erlösung gegangen, um ein neuer Mensch zu werden? Oder hat er sich seine eigene Gerechtigkeit erschaffen?