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FUFIS #131: Erdogan Atalay aus Alarm für Cobra 11 und das Besondere an Staffel 25

 
 

Die neuen Folgen von "Alarm für Cobra 11" sind gerade angelaufen, da sagen wir doch mal freundlich Hallo zu dem Typen, der schon 25 Staffeln lang dabei ist und irgendwann vermutlich das Licht bei der Autobahnpolizei ausmacht. Erdoğan Atalay Wie war dein Sommer?

Wie man das in diesen Zeiten sagen kann? Eigentlich ganz, ganz gut. Ja, ich bin umgezogen in den Norden von Deutschland, und da war natürlich meine Ferien, die ich hatte, sehr geprägt von diesem Umzug. Und jeder, der einen Umzug macht, weiß, was das bedeutet, wie viel Zeug man da eigentlich hat, was man nicht braucht, was man schon Jahre nicht gesehen hat. Und das ist eine riesengroße Schlepperei. Ich hab das jetzt mit Freunden gemacht, ich wollte es selber machen, weil ich nicht so flexibel bin bzw. die Unternehmen nicht so flexibel sind. Hat aber ganz gut geklappt. Also, ich bin jetzt so halbwegs durch.

Jetzt machst du die Nummer mit Cobra 11 ja schon echt 25 Jahre. Gibt's eine Szene aus der neuen Staffel, wo du sagst, das ist mir besonders in Erinnerung geblieben?

Es sind wahnsinnig viele, weil dadurch, dass es ein komplett neues Team ist. Wir hatten neulich, das war ganz cool: Ich dachte Wow! Wir haben das Auto selber gefahren als ein anderes Auto wirklich haarscharf an uns vorbeigeflogen kam. Ich dachte, das ist genau das, was wir mögen zwar getimed, aber es sieht geil aus, weil wir eben halt die Kamera haben hinter uns, und dann fliegt er wirklich ganz dicht an einem vorbei. Das sieht super klasse aus. Das ist so eine Aktion sehen, sehr, sehr schön ist. Ansonsten haben Sie sehr, sehr schöne Spielszenen in der ganzen Zeit, wir haben das ja ganz umstrukturiert und wir haben, was diese neue Emotionalität der einzelnen Figuren angeht, die immer aufeinander treffen. Das Ganze war sehr schön zu spielen.

Ach so, jetzt verstehe ich, ihr bringt mehr Emotionalität rein. Und deshalb gibt es jetzt auch zum ersten Mal eine weibliche Partnerin für dich, weil Emotionen und so.. Wie ist denn Pia Stutzenstein als die Frau an seiner Seite so?

Pia ist ein echtes Pfund, also wenn man das so sagen kann. Ich mag sie wirklich sehr, sehr gerne, weil sie kann sich in unserer testosteron gesteuerten Welt, in der wir leben, mit dem ganzen Adrenalin und Testosteron mega behaupten. Sie hat auch mal geboxt, hat sie erzählt und so. Und es ist ja bei uns manchmal ein bisschen auch ein anderer Ton. Aber die kann das einfach, die kann auch austeilen und einstecken. Und ich habe zum Beispiel, was mir sehr leid getan hat: Ich habe sie mal geworfen, da wollte ich sie packen. Wir mussten über über die Reling springen, weil der Lkw kam und so. Und ich hatte so viel Schwung, dass ich einfach den Kopf vor eine A-Säule geschlagen habe. Und da hat sie gar nicht gezuckt. Natürlich hat das wehgetan, und ich hab mich auch entschuldigt. Das hat sie einfach weggesteckt. Das schätze ich unglaublich.

Also einstecken kann sie das. Kann sie noch was anderes? Vielleicht etwas, das ihre männlichen Vorgänger jetzt nicht so drauf hat?

Naja. Sie sieht natürlich auch aus, wie sie aussieht. Das hat sie ja ihren Vorgängern weit voraus. Die Frauen sind einfach das Schönere Geschlecht.

Ich formuliere die Frage anders. Wie unterscheidet sich denn Ihre Figur von den männlichen Vorgängern?

Erst mal ist sie eine Frau. Das ist jetzt schon mal ein Unterschied. Und dann hat sie eine ganz andere Vergangenheit. Wir sind momentan mit den Geschichten, die wir haben, so weit, dass man wirklich sagen kann: Wir sind jetzt erwachsen geworden. Aber nicht "endlich erwachsen" - was totaler Quatsch ist, weil ich die Sachen, die wir vorher gemacht haben, sehr geliebt habe. Aber auch das ist eine neue Stufe dieser Cobra-Welt in diesen vielen, vielen Jahren und kommt jetzt sehr erwachsen auch in diese ganze Geschichte rein. Wir wollen natürlich den Humor nicht ganz verlieren, aber ihre Figur, wie soll man das beschreiben? Sie ist sehr taff. Natürlich. Aber das kann sie aus Ihrer Sicht mit Sicherheit besser erklären. Wir haben ja am Anfang auch sehr viele Reibungspunkte, weil wir uns gegenseitig nicht vertrauen, weil jeder ja so eine Story hat von uns, die aufeinander trifft und jeder ein Geheimnis mit sich herumträgt und wir uns gleichzeitig aber blind vertrauen müssen, gerade wenn wir zusammen im Einsatz sind. Und dann wird das erst langsam, langsam, langsam aufgedröselt, was da eigentlich alles passiert ist und wie jemand in was verwickelt ist. Und so gibt immer wieder Punkte zwischen den beiden, zwischen Vicky und dem und wo sie zusammenkommen, sich vertrauen und wieder nicht. In diesem Wechselbad der Gefühle befinden sie sich eigentlich, diese Figuren permanent.


 
 

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Autor: Jochen Becker | Gesprächswert: 97%