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FUFIS #144: Sinje Irslinger - Gott, du kannst ein Arsch sein

 
 

Sinje Irslinger kennen vielleicht noch nicht so viele von euch. Das wird sich jetzt aber bestimmt ändern, denn die junge Schauspielerin gibt nun ihr Kinodebüt im neuen Film Gott, du kannst ein Arsch sein. An der Seite von bekannten deutschen Filmen Größen wie Heike Makatsch, Til Schweiger und Jürgen Vogel spielt sie die Rolle eines jungen Mädchens, das kurz nach ihrem Schulabschluss eine Krebsdiagnose bekommt. Harter Tobak, aber dennoch hat der Film auch etwas Optimistisches. Wir haben mit Sinje gesprochen und wollten von ihr wissen, wie sie es geschafft hat, nach einem Drehtag nicht komplett deprimiert zu sein.

Der Film erzählt ja die ersten drei Tage nach der Diagnose. Er erzählt jetzt nicht die Leidens- und Sterbensgeschichte von Steffi. In dem Sinne, also von den Szenen her, die man dann auch im Film sieht, das sind echt schöne Szenen, das sind lustige Szenen. Die Grundstimmung am Set war jetzt nich irgendwie so, dass ich jeden Abend dachte “Oh mein Gott, oh mein Gott, wie kann ich, wie soll ich damit umgehen” Oder dass ich mich da jetzt irgendwie in den Schlaf geweint haben oder so. Das war nicht der Fall.

Wie hast du dich in die Rolle eingefühlt? Gab es Rituale oder so?

Was ich so ganz allgemein mache für Rollenvorbereitungen oder aber auch am Set, das was mir immer sehr viel hilft, ist Musik. Ich nutze viel Musik, um mich in bestimmte Stimmungen und Gefühlslagen reinzufinden. Das mache ich generell, und das habe ich auch für diesen Film natürlich.

Was hast du da gehört?

Das bleibt ein Geheimnis. Mein eigener Soundtrack

Verrätst du das Genre?

Ganz bunt gemischt eigentlich, wirklich. Es kommt eher drauf an: was löst die Musik emotional bei mir aus? Und das ist natürlich auch von Szene zu Szene unterschiedlich. Also man hat dann irgendwie manchmal sehr emotionale Szenen und dann kann es aber auch beispielsweise ein Rapsong sein, der dich total zum Weinen bringt. Das ist echt unterschiedlich. Genremäßig ist von A bis Z alles mit dabei.

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, und zwar der Geschichte von Stefanie Pape. Hast du zur Vorbereitung der Rolle noch andere Infos bekommen als die, die man am Ende des Films liest? Oder hast du vielleicht sogar das Buch gelesen, das es dazu gibt?

Natürlich als Vorbereitung. Als ich das Drehbuch auch gelesen habe in, da habe ich mir natürlich auch sofort das Buch bestellt. Und das Buch gelesen.

Ist die Story des Drehbuchs nah am Original geblieben, oder gibt es da Unterschiede?

Wir haben uns natürlich als Vorlage die Figur genommen und ihre Geschichte, also dass sie diese Diagnose bekommt, und daraufhin halt verstirbt, aber dieser Roadtrip und dass Steffi Steve kennengelernt hat, da unterscheidet sich der Film schon. Der Film ist da dann schon sehr fiktional.

Hat der Film deine Lebensweise irgendwie verändert?

Natürlich, man beschäftigt sich eher mehr mit den kleinen Dingen im Leben. Man versucht, sich mehr darauf zu besinnen, was habe ich gerade im Hier und Jetzt und wofür kann ich dankbar sein? Aber ich glaube, das kommt auch noch ein bisschen mit dem Alter und wenn man sich mehr mit solchen großen Fragen des Lebens beschäftigt, natürlich auch dann nochmal im Zuge des Films. Klar, besonders, dass man sich manchmal fragt Wofür bin ich jetzt gerade dankbar? Mein Gott, ich liebe es zu leben, gerade das alles hier zu erleben... Dafür liebe ich es, zu leben und dafür lohnt es sich zu leben.

Hast du dir jetzt vielleicht drei Dinge vorgenommen, die du demnächst auf jeden Fall machen möchtest? Es gibt ja diese klassischen Listen über Dinge, die man noch machen möchte bevor man stirbt

So eine Bucketlist oder to do Liste bevor ich sterbe, ne, habe ich eigentlich nicht. Also es gibt so kleine Sachen; Ich studiere gerade. Ich würde gerne meinen Bachelor haben. Irgendwann halt, ne. Das sind halt so Sachen, aber eine Bucket List, habe ich eigentlich nicht.

Was studierst du gerade?

Digitale Medienkultur

Das ist dein erster Kinofilm. War es anders fürs Kino zu drehen? Wie war das für dich?

Auf jeden Fall. Es ist alles dreimal so groß, als bei einem Fernsehset oder Serieset. Allein die Basis,wie viele Trailer da stehen. Es fühlt sich an, quasi wie so eine Zirkusfamilie, die da immer quasi mit ihren 5000 Lkw von A nach B zieht. Das merkt man, dass das alles größer ist.

Würdest du den Film als einen traurigen Film beschreiben, oder ist es für dich ein Film, in dem der optimistische Grundsatz überwiegt?

Ich glaube, der optimistische Grundsatz des Films überwiegt. Ich glaube, die positive Botschaft, die auch Mut machend ist, die so ein bisschen awareness schaffend ist, die überdeckt den natürlich sehr traurigen Aspekt des Films.

Glaubst du, dass der Film den Grundsatz vorgibt? Oder glaubst du, dass es bei dir einfach so ankommt, weil du eher ein “Das Glas ist halb voll”-Typ bist?

Hmm, ne, also ich bin jetzt nicht so der “Glas ist halb voll” Typ im Allgemeinen. Ich glaube aber schon, dass es der Film, aber auch wie die Figur geschrieben worden ist, und die Substanz vom Drehbuch es halt einfach hergegeben haben, dass wir uns auf die positiven Aspekte einer so vernichtenden Diagnose fokussieren konnten.

Der Titel des Films ist ziemlich provokant. Glaubst du an Gott?

Also ich wurde halt getauft, und irgendwann habe ich Kommunion auch gemacht, und ich habe mir dann den Unterricht gegeben und so, aber ich glaube, da bin ich zu realistisch, zu wissenschaftlich interessiert und auch belesen. Ab einem gewissen Punkt konnte ich einfach nicht mehr an Gott glauben, weil es keinen Sinn mehr gemacht hat. Dann habe ich halt Religion als etwas gesehen, was halt existiert oder was aufgekommen ist in einer Zeit, um sich Fragen zu beantworten, auf die man ansonsten keine andere Antwortmöglichkeiten hatte. Jetzt hat man diese, eben aufgrund der Wissenschaft, und Religion ist für mich eher so ein mystisches Ding.

Ab Oktober sehen wir dich jetzt erstmal im Kino. Hast du schon Pläne für danach?

Ja, auf jeden Fall. Gleich danach gibt es mich auch noch im Fernsehen. Dann kommt nämlich auch noch die ZDF-Serie Breaking Even raus. Darauf freue ich mich auf jeden Fall mega. Meine zwei Projekte, die ich jetzt aus der Hand geben und der Öffentlichkeit präsentieren. Darauf freue ich mich total.

Sinje Irslinger bei FuFis - Film und Fernsehen in Serie. Iim Oktober kann man Sie in Ihrem Kinodebüt Gott, du kannst ein Arsch sein sehen. Und wer dann noch nicht genug von ihr hat, der kann auch noch in die ZDF-Serie Breaking Dawn reinschauen.

Gott, Du Kannst Ein Arsch Sein

Gott, Du Kannst Ein Arsch Sein

KINODrama  Trailer

Die Abschlussfahrt soll nach Paris gehen. Doch dann erhält die 16-Jährige unerwartet eine niederschmetternde Diagnose: Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit zum Leben. Gott, Du Kannst Ein Arsch Sein.

 

 
 

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Autor: Jessica Neumayer | Gesprächswert: 98%