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ESC 2020 in Rotterdam ist abgesagt

 
 

Der Veranstalter des Eurovision Song Contests hat heute verkündet, dass es dieses Jahr keine ESC-Veranstaltung geben wird. Eigentlich sollte sie Mitte Mai in Rotterdam stattfinden, da die Niederlande 2019 den internationalen TV-Wettbewerb gewonnen hatten.

Die EBU, die europaweit für den ESC verantwortlich ist, hat demnach in den vergangenen Wochen verschiedene Alternativen und Optionen geprüft, sich aber nun wegen Corona/Covid-19 gegen eine Austragung im Jahr 2020 entschieden.

Es ist die erste Unterbrechung im Song Contest seit 64 Jahren. Bisher hat er, egal wie die wirtschaftliche und politische Lage auch war, immer stattgefunden. Der ESC soll nun nächstes Jahr in Rotterdam veranstaltet werden, es verschiebt sich sozusagen alles nur um ein Jahr.

Wieso verschiebt die EBU den ESC nicht einfach nach hinten? Nun ja, zum einen ist die Lage auch in den nächsten Wochen und Monaten ungewiss und eine solche Veranstaltung braucht einen gewissen Vorlauf. Immerhin sind 41 Länder zu koordinieren und auch die Fans müssen sich rechtzeitig auf so etwas einstellen können. Hinzu kommt, dass das Gewinnerland dann viel weniger Zeit hätte, um den folgenden Eurovision Song Contest vorzubereiten, der ja auch wieder im Mai stattfinden würde.

Ob die nun schon bekannten Songs im kommenden Jahr antreten werden, oder ob neue Kandidaten bestimmt werden, das steht noch nicht fest und soll in Ruhe entschieden werden.

Falls ihr eines der begehrten Tickets für den ESC ergattert habt: auch hier ist noch unklar, ob Fans ihr Geld zurück bekommen, oder ob die Tickets einfach für den ESC im kommenden Jahr gültig bleiben.

Für Deutschland sollte Ben Dolic mit dem Song "Violent Thing" ins Rennen gehen. Er wurde vom NDR direkt nominiert, ohne Zuschauer-Voting wie in der vorherigen Jahren.

Thomas Schreiber, ARD Koordinator Unterhaltung sagt zur ESC-Absage: "Das haben wir erwartet und befürchtet - es ist leider die einzig richtige Entscheidung. So enttäuschend es für alle Beteiligten, für alle Künstlerinnen und Künstler und alle Zuschauerinnen und Zuschauer in Europa und Australien ist, so gilt doch auch für den ESC: Die Gesundheit aller muss oberstes Ziel sein.

Durch intensive Gespräche weiß ich, dass sich das niederländische Team um Executive Producer Sietse Bakker, die EBU mit Jon Ola Sand sowie die Reference Group hochprofessionell, sehr verantwortungsvoll und gründlich allen Fragen gestellt hat, die die Corona-Epidemie für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Eurovision Song Contest aufwirft. Ich habe uneingeschränktes Vertrauen, dass alle Verantwortlichen mit Hochdruck an der bestmöglichen Lösung für den ESC 2021 arbeiten.

2020 wird das erste Jahr seit 1956 sein, in dem es keinen Eurovision Song Contest in Europa geben wird. Was das im Detail für uns und unseren Künstler Ben Dolic mit seinem erfolgreichen Song 'Violent Thing' bedeutet, werden wir jetzt mit unseren kreativen Partnern besprechen."

 

 
 

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Autor: Jochen Becker | Gesprächswert: 94%