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Diese 10 Athleten wurden beim Betrügen erwischt

 
 

Der unbedingte Wille einiger Sportler als Sieger aus einem Wettbewerb zu gehen, treibt bisweilen eigenartige Blüten. Berühmte Beispiele dafür sind die Profiligen, wo sich Fußballer bestechen ließen und Schiedsrichter manipulierten Dutzende Spiele zu ihren eigenen Gunsten, weil sie zuvor hohe Wetten auf das Ergebnis abgeschlossen hatten. Dopingskandale erschütterten im Sport die Fangemeinden, Weltmeistertitel, Goldmedaillen, Rekorde sowie Pokale mussten aberkannt werden, und Lance Armstrong verlor gleich alle seine Titel als mehrfacher Sieger der Tour de France.

Die vermeintlich so fairen Olympischen Spiele sind keine Ausnahme. Bereits kurz nach der Gründung des facettenreichen Wettbewerbs 776 vor Christi wurden die ersten Betrügereien im Sport bekannt. Bei den 98. Spielen 388 v. Chr. konnte Eupolos aus Thessalien drei ernstzunehmende Gegner im Kampfsport bestechen und gewann. Anstatt den Sieg abzuerkennen, musste der unehrenhafte Sportler eine teure, lebensgroße Bronze-Statue des Gottes Zeus bezahlen. Im Sockel wurde sein Name aufgeführt, was ihn für alle Zeiten als Betrüger brandmarkt.

Der schlimmste Fall ereignete sich 67 nach Christi, weshalb diese Olympischen Spiele schlicht aus den Analen der olympischen Geschichte gestrichen wurde. Zuerst verlegte Kaiser Nero, damaliger Herrscher auch über Griechenland, die Spiele um zwei Jahre, weil er keine Zeit hatte. Dann trat er zu allen Wettbewerben an, teils ohne Gegner oder gegen solche, die wussten, was von ihnen erwartet wurde. Abschließend ließ sich Nero als Held feiern, denn er hatte immerhin 1.808 Ölzweige gewonnen, was der heutigen Goldmedaille entspricht. Übrigens gehörten damals auf Wunsch Kaiser Neros, wie auch von 1912 bis 1948, Disziplinen wie Singen und Schauspiel zu den olympischen Wettbewerben.

Die Mär vom reinen, unverfälschten und fairen Amateursport im alten Griechenland ist eine idealisierte Legende, ein Märchen, ein Wunschtraum, dem keine Wahrheit anhaftet. Die Liste der antiken Betrugsversuche im Sport liest sich wie die Berichterstattung in den neusten Sportmagazinen. Gekaufte Siege, illegale Ablösegelder für namhafte Athleten, bestochene Schiedsrichter, manipulierte Sportgeräte und die Vermarktung des Sports als Produktwerbung oder für politische Zwecke gab es lange vor Christi Geburt. Nur Doping gab es damals noch nicht.

Das lag daran, dass es nicht verboten war, ein Aufputschmittel zu nehmen. Und die Strafen waren andere, denn Peitschenhiebe sind im Laufe der Jahrtausende aus der Mode gekommen. Auf welche teilweise kuriosen Ideen Sportler kommen, um zu siegen, seht Ihr in diesem Video. Das zeigt weltberühmte und eher unbekannte Athleten - aber alle von ihrer schlechtesten Seite.

 

 
 
 
Autor: Christian Fischer | Gesprächswert: 89%