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Reporter Undercover in der deutschen Kanibalen-Szene

 
 

Gibt es tatsächlich so etwas wie eine deutsche Kannibalen-Szene? Dieser Frage ist Reporter Samuel Häde auf de Grund gegangen und hat sich dabei mit der so ziemlich dunkelsten Seite der menschlichen Psyche auseinander gesetzt.

So ziemlich jeder kennt den Fall des "Kannibalen von Rotenburg". Der Mann mit dem bürgerlichen Namen Armin Meiwes tötete und aß 2001 einen Mann. Zuvor hatten die beiden sich in einem Kannibalen-Forum kennen gelernt und über die Fantasie gesprochen. In wie weit das Opfer dann letztendlich wirklich geschlachtet und gegessen werden wollte, ist unklar. Sicher ist nur, dass auch wenn das Forum inzwischen gelöscht wurde, es immer noch einige Menschen in Deutschland gibt, die solche Fantasien haben. Und wo es Interesse gibt, gibt es häufig gleich eine ganze Szene.

Um diese zu finden betreibt der Reporter Samuel Häde eine Recherche, die ihn an seine Grenzen bringt. Er sucht im Internet Kontakt zu Menschen mit kannibalistischen Neigungen und findet diesen auch problemlos. Sowohl Chefs, also Leute, die jemanden essen wollen, als auch Longpigs, also Leute, die gegessen werden wollen, stehen ihm zu Frage und Antwort bereit. Auf die Frage, wieso sie diese Verlangen hätten, wissen nicht alle eine Antwort. Einige von ihnen geben zu, in der Kindheit traumatische Ereignisse erlebt zu haben, andere wiederum hatten eine scheinbar wunderbare Kindheit. Eines ist aber sicher, etwas stimmt mit den Leute nicht. Einige wissen dies auch und suchen nach einem Weg, kuriert zu werden. Doch leider gibt es kaum therapeutische Ansätze gegen Kannibalismus.

Wenn ihr euch für das Thema also interessiert und bei dem Gedanken an Kannibalismus nicht schwach in den Knien werdet, dann seht euch die Reportage des Y-Kollektivs an. Darin werden extrem dunkle Seiten der menschlichen Psyche gezeigt.

 

 
 
 
Autor: Fynn Sehne | Gesprächswert: 80%