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Alle 52 Minuten nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben

 
 

Es ist das Schlimmste was du dir vorstellen kannst. Ein geliebter Mensch nimmt sich urplötzlich das Leben. Du hast nichts von seinem inneren Schmerz gemerkt und dachtest, alles ist gut. So weit weg uns solche Schicksale auch manchmal erscheinen, es gibt sie immer öfter. Die ARD Reportage zeigt Angehörige, die sich auf bemerkenswerte Art und Weise über Wasser hielten, um an dem tragischen Verlust nicht zu zerbrechen.

Suizid und Depressionen sind allgegenwärtig in unserer Gesellschaft. Meistens passiert es plötzlich, die Angehörigen bleiben schockiert und mit vielen Fragen zurück. Nicht immer gibt es Anzeichen, manchmal verhalten sich Suizidgefährdete auch völlig gegenteilig zu dem, was du in so einer extremen Gefühlslage vielleicht erwarten würdest. Von Depressionen betroffen sind alle Altersgruppen, sowie alle Gesellschaftsschichten. Die vermeintlich glückliche Familie ist oft nur eine Fassade, denn Depressionen entstehen schleichend. Das Aufklären über die Volkskrankheit Nummer eins und ihre erheblichen Folgen ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

In diesem Beitrag der ARD siehst du die erschütternden Schicksale verschiedenster Menschen, die mit ihrer Offenheit versuchen, das Tabu zu brechen. Der Einschnitt in das eigene Leben ist immens, die Hinterbliebenen trauern auf verschiedenste Weise und reden nun öffentlich über ihr Gefühlschaos. Eine Mischung aus Wut, Traurigkeit, aber auch Mitleid und Schuldgefühle dominieren den Alltag der Angehörigen und Freunde von Suizidopfern. Viele werden nach diesem traumatischen Ereignis selbst therapiepflichtig. Egal ob als Ehepartner, Geschwisterteil oder als Eltern, die Verarbeitung dauert ein ganzes Leben. Aber wie gehen die Betroffenen mit den vielen Fragen um, die unbeantwortet bleiben? Oft gibt es keinen Abschiedsbrief und selbst wenn, ist dieser meistens kein Trost.

Die Offenheit mit den eigenen Gefühlen, mögen sie auch noch so unpassend erscheinen, leben die Persönlichkeiten dieser Dokumentation vor. Depressionen gehen uns alle etwas an und je mehr du über die Krankheit und die Auswirkungen weißt, desto besser kannst du verstecktes Leid erkennen.

Brauchst du selbst Hilfe? Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222. Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

 

 
 

 

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Autor: Mustafa Scherin, Christian Fischer | Gesprächswert: 92%